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Art von Frei
Brunnenstr. 187
10119 Berlin
T +49 (0) 30 47 59 54 50
info@artvonfrei.gallery

Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag: 12 - 18 Uhr
Saturday: 12 - 16 Uhr
+ Besuch nach Vereinbarung

Wegbeschreibung
Direkt gegenüber der U8 Haltestelle Rosenthaler Platz Ausgang Brunnenstraße. Zwischen Torstrasse und Invalidenstrasse.

 

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Brunnenstraße 187
10119 Berlin

+493047595450

Art von Frei is a gallery for contemporary art based in Berlin Germany. Represented artist include Jim Avignon,  Fehmi Baumbach, Aviv Benn, Sascha Boldt, Jos Diegel, Thomas Draschan, Ottmar Hoerl, Ruth Luxenhofer, Eva Moll, Jens-Ole Remmers, Ann Schomburg

Fiorentina De Biasi // “Coastal Dreams”

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Fiorentina De Biasi // “Coastal Dreams”

  • Art von Frei 187 Brunnenstraße Berlin, Berlin, 10119 Germany (map)

Art von Frei cordially invites you and friends to the pop-up solo show of Fiorentina De Biasi. With close ties to Berlin De Biasi lives and works in New York. The artist is present.

FIORENTINA DE BIASI
“Coastal Dreams”

OPENING Saturday, January 13, 2018 // 19:00 - 23:00

 

Reclaim the Streets

Fiorentina De Biasi beschwört in ihren Photocollagen den Geist einer durch Wachstum vom Untergang bedrohten Metropole: New York City

„Leaving New York never easy – I saw the light fading out...“ – vom tragischen Gefühl, New York City zu verlassen, kann nicht nur Michael Stipe ein Lied singen: Immer mehr New Yorker Künstler und Kreative müssen aufgrund der ökonomischen Bedingungen ihren Ort außerhalb einer der weltweit wichtigsten Kulturmetropolen suchen. Die Liste der von Schließung oder Sanierung betroffenen und bedrohten Unternehmen, Institutionen und Orte scheint endlos. Dazu gehören zahllose Galerien, die im Wettbewerb der Giganten nicht mehr mithalten können, bedeutende Venues der Underground-Kultur wie der durch Auftritte von Blondie, Patti Smith, den Talking Heads und den Ramones bekannt gewordene Musikclub CBGB auf der Bowery – und nicht zuletzt Five Pointz, das Zentrum der Sprayer-Szene in Long Island City, Queens.

Eine gute Vorstellung der unvergleichlichen urbanen Energie, die aufgrund einer auf die Interessen von Investoren und Tourismus ausgerichteten Stadtpolitik von Vertreibung und Vermarktung unwiederbringlich verloren zu gehen droht, vermittelt das Werk der in der Nähe von Neapel aufgewachsenen Künstlerin Fiorentina De Biasi, die seit nahezu zwanzig Jahren in New York City lebt und arbeitet. Ihren
Photocollagen gelingt es, gleichzeitig krass und fragil zu sein: Nur von den Klammern eines Tackers zusammengehalten verbinden sich Prints verschiedener Fotografien zu immer neuen Bildern einer Stadt, die niemals schläft - und niemanden schlafen lässt.

„Diese neue Form von Collage ist ein Piercing des Kunst-Körpers. Die Arbeit mit dem Tacker symbolisiert, wie der harte Teil der Realität die weiche Haut der Bilder durchdringt“, erläutert die von William S.
Burroughs´ Cut-Up-Methode inspirierte Künstlerin, die sich einerseits den klassischen Autoren der Beat Generation und den Fluxus-Künstlern verbunden fühlt, anderseits ihre Arbeit in Beziehung zur Sampling-Tradition des Hiphop sieht – und auch dem radikal rebellischen Punkrock-Spirit eines Sid Vicious etwas abgewinnen kann.

New York City, kritisch gesehen und neu zusammengesetzt von Fiorentina De Biasi, hat daher wenig zu tun mit der Schaufenster-Stadt der mächtigen Flagship-Stores oder den romantischen Lifestyle-Idyllen, die sich seit den 2000er Jahren im Rahmen von sentimentalen Rückwendungen zu naturverbundenen Lebensformen in Brooklyn entfaltet haben. Ihre Stadt hingegen ist „oldschool“: Die sowohl mit Geschichte und Gegenwart von SoHo als auch D.U.M.B.O. vertraute Künstlerin erzählt vom Urgrund der Hiphop-Kultur, wenn sie Spurensicherung in Sachen Graffiti betreibt und dokumentiert fotografisch den Widerstand der
betroffenen Künstler, wenn in Manhattan eines der letzten Atelierhäuser umgewandelt werden soll: „Yuppies go to hell“ ist dort unmissverständlich zu lesen.

Nostalgie ist indes nicht das Thema der Künstlerin: „Ich freue mich auf die Zukunft und blicke nicht zurück.“ Wo diese Zukunft für sie und andere New Yorker liegen könnte, lässt eine aktuelle Arbeit erahnen:
Die Photocollage „Out of Time“ basiert auf Aufnahmen, die in einem alten Kraftwerk an der Spree entstanden sind. Und nicht grundlos gaben R.E.M. dem neuen Sehnsuchtsort der Künstler in einem ihrer jüngeren Songs einen neuen Namen: Überlin.

Gunnar Luetzow, 2018

 

Fiorentina De Biasi was born in Castellammare di Stabia (Naples, Italy). She studied at DAMS (Department of Art, Music and Entertaining) at Bologna University under Umberto Eco. She graduated in 1999. After experimenting with painting, she is now performing photo collage. Each image that emerges seems to recount continuous journey between urban scenarios and contemporary mitography where the distance and detachment of any photographic souvenir have been broken in pieces and liberally and uninterruptedly recomposed and rearranged. The observer's sight and the photographic reproduction become vision, a fractured and oblique vision, so deep as to reveal possible senses and ulterior meanings. As a result, when looking at these frames, it is not uncommon to experience the same astonished feeling the Kublai Khan had when receiving Marco Polo and his descriptions of the fantastic and invisible cities.

Earlier Event: December 27
Teko van Kuyk // "Tropical Bacanal"
Later Event: January 19
Gio Montez // "Abitazione"